„Das Herz meiner Frau lächelte“

»Ich liebe aus vielfältigen Gründen das Leben in unserem Land“, erklärt beschwingt Wolfgang Schapper als er über seine Nominierung für den Deutschen Engagementpreis in der Kategorie Einzelperson erfährt. «Der wichtigste Grund für mich ist, dass es in unserer Gesellschaft möglich ist, dass ein Einzelner eine soziale Bewegung zum  Wohle seiner Mitmenschen initiieren kann. Mit dem Förderkreis ZNS Langenfeld ist mir dies gelungen. Deshalb freue ich mich sehr über die Nominierung.“
Im Rahmen der Kampagne „Geben gibt“ wird der Deutsche Engagementpreis seit 2009 vergeben. Das Ziel ist bürgerschaftliches Engagement intensiv in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen und die Motivation zu freiwilligem Engagement zu fördern. Auszeichnet werden Menschen, Organisationen und Unternehmen, die sich für andere einsetzen. Träger des Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss von großen Dachverbänden und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors sowie von Experten und Wissenschaftlern. Zu den Förderern gehört auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Eine Besonderheit der Kampagne ist auch, dass man sich um die Auszeichnung nicht bewerben kann, sondern ausschließlich von anderen vorgeschlagen werden muss.
Zahlreiche Menschen haben auch in diesem Jahr engagierte Personen und Organisationen für den Deutschen Engagementpreis 2012 vorgeschlagen. Eine Liste der diesjährigen Teilnehmer des Deutschen Engagementpreises – zu denen auch unser Wolfgang Schapper gehört – kann unter www. deutscher-engagementpreis.de eingesehen werden. Die Jury tagt Anfang September und entscheidet über die Preisträger in den Kategorien Politik & Verwaltung, Wirtschaft, Gemeinnütziger Dritter Sektor, Einzelperson und der Schwerpunktkategorie 2012 „Engagement vor Ort“. Außerdem wählt sie die zehn Finalisten für den Publikumspreis, über den im Oktober auf der Website abgestimmt wird. Am 5. Dezember, dem Tag des Ehrenamts, werden alle Gewinner im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Berlin ausgezeichnet.
„Ich bin für diese Nominierung wirklich sehr dankbar“, erzählt Wolfgang Schapper. „Auch wenn ich in der Kategorie Einzelperson gelistet wurde, so sehe ich die Nominierung auch als eine Ehrung meiner Frau Lea an. 53 Jahre sind wir nun verheiratet. Immer hat sie mein soziales Engagement unterstützt. Mit ihrer Schädigung am zentralen Nervensystem ist sie nun selbst an den Rollstuhl gefesselt und kann sogar nicht mehr sprechen. Als ich ihr aber von der Nominierung berichtete, fühlte ich, dass ihr Herz lächelte.“